Seit dem Basisseminar ist vieles anders!

Seit dem Basisseminar im September hat sich bei mir viel bewegt, weil es mir einen großen Anstoß zum Umdenken gegeben hat. Seither bin ich vorsichtiger mit mir und stelle mich nicht ständig hinten an. In den ersten Wochen war es richtig gut umsetzbar, weil wenig "außerplanmäßiges" wie kranke Kinder oder Zusatztermine auf dem Plan standen. Vor den Herbstferien war ich folglich in der seltenen Lage, dass ich nicht im Chor mit den Kollegen nach Ferien geschrien habe, weil es mir wirklich gut ging. Die Freude hatte sich in der Tat auch in mein Arbeitsfeld gezogen, alles ging leichter von der Hand.

Seit dem Start nach den Herbstferien ging es etwas chaotisch zu, weil es viele Termine gab (St. Martin, Geburtstage, krankes Kind), und da musste ich mir eingestehen, dass mein "Lächelkonzept" in solchen harten Zeiten nicht gut durchzuhalten war. Da fiel ich nur allzuschnell in alte Stresssituationen zurück. Es gibt gerade dann Situationen, bei denen ich spontan aus der Haut fahre, das habe ich immer noch nicht so ganz im Griff, ich versuche aber weiterhin daran zu arbeiten....vielleicht hilft mir ja die Meditation langfristig doch dabei.
Ich starte diese Woche mit neuem Optimismus, dass es besser laufen wird.

Meine Erinnerungshilfen habe ich zu Beginn sehr gebraucht, aber dann gehörte es schon fest in meine Tagesplanung, an mich und meine Lächelzeit zu denken. Seit der letzen Chaoswoche habe ich jedoch noch einmal neu nachgedacht und die Fotos meines Lächelbildes ausgedruckt und an neuen Stellen im Haus verteilt. Ich habe festgestellt, dass ich eher auf optische Reize reagiere, die Düfte und Melodien haben nicht so gut funktioniert.

Seit dem Seminar habe ich selbstverständlich viel meditiert. Ich denke, es sind nur 2-3 Tage gewesen, in denen es zeitlich nicht geklappt hat. Dennoch gab und gibt es bei mir Zweifel, weil ich immer noch so oft abschweife und ich manchmal nach 20 Minuten denke, dass ich maximal 2 Minuten wirklich auf meine Atmung geachtet habe und der Rest der Zeit das Gedankenkarussel lief! Ist das "normal"? Ist das Meditieren in so einem Fall uneffektiver gewesen, als wenn man konzentrierter ist? Manchmal plagen mich Zweifel, ob ich es jemals schaffe, den Kopf zur Ruhe zu bringen.
Ab und zu verkürze ich die Zeit auf 10 oder 15 Minuten. Ist das ok? (aber nur in Ausnahmefällen, ich denke dann immer besser kürzer als gar nicht).

Körperlich geht es mir seitdem spürbar besser: ich habe kaum noch Magenschmerzen (nehme keine Tabletten mehr ein) und auch meine Nackenschmerzen sind deutlich weniger geworden. Das ist wirklich hervorragend und ein Zustand, den ich lange nicht hatte.

Nun denn, soweit meine ersten Erlebnisse nach dem Basisseminar.


Sigrid H.