Resilienz - Definition

Resilienz Definition: Innere Widerstandsfähigkeit um Herausforderungen des Alltags erfolgreich zu bewältigen .

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Resilienz lässt sich trainieren: Strategien für mehr Widerstandskraft

Resilienz Definition - Was bedeutet Resilienz?

Resilienz ist die Fähigkeit, auf Herausforderungen im Alltag angemessen zu reagieren und stressreiche und belastende Situationen ohne psychische Folgeschäden meistern zu können. In der Psychologie beschreibt der Begriff die Kompetenz, Krisen, Rückschläge oder Verluste zu bewältigen, ohne sich davon dauerhaft unterkriegen zu lassen. 

Die eigene Resilienz beeinflusst, wie wir mit Stress- und herausfordernden Situationen umgehen. Jeder Mensch reagiert anders auf Stress. Resiliente Menschen können diese Situationen deutlich besser verarbeiten und sogar für sich nutzen. Sogenannte Stehaufmännchen lassen sich von nichts unterkriegen. Missgeschicke werfen sie nicht aus der Bahn. Nach Niederlagen rappeln sie sich kurz darauf wieder auf. Solche Menschen verfügen über Resilienz. Individuelle Unterschiede in der Resilienz können daher erklären, warum sich manche Menschen trotz vergleichbarer Belastung nicht belastet fühlen und andere wiederum chronisch gestresst sind.

Was charakterisiert einen resilienten Menschen?

Resiliente Menschen machen sich generell weniger Sorgen um die Vergangenheit oder die Zukunft. Sie sind mit ihren Gedanken stärker auf das fokussiert, was sie gerade tun. Die Fokussierung auf den Augenblick ist deshalb so entscheidend, weil nicht nur die stressige Situation an sich einen negativen Einfluss auf uns ausübt, sondern vor allem die sorgenvollen Gedanken vorher und der potentielle Ärger im Nachhinein. Resiliente Menschen, die sich stärker auf den Augenblick konzentrieren, können dadurch nachweislich Sorgen, Angst und Ärger reduzieren. Ihnen gelingt es in hohem Maße, negative Gedanken zu reduzieren. Die Anzahl abschweifender Gedanken ist ein guter Gradmesser für die Zufriedenheit eines Menschen. Das Gute ist: Die Kompetenz zur Fokussierung ist genauso wie ein Muskel in hohem Maße trainierbar.

Resiliente Menschen gelten ferner als fröhlich, ausgeglichen, kreativ und anpassungsfähig. Sie verfügen häufig über gute Beziehungen zu Freunden und Partnern und besitzen ein positives Selbstbild. Diese Menschen sind breiter interessiert, diszipliniert, neigen weniger zu Katastrophenphantasien. Und vor allem: Sie arbeiten daran, den Alltag so anzugehen, dass sich ihre Tätigkeiten für sie möglichst stimmig anfühlen und tun im Alltag Dinge, die sie motivieren.

Warum benötigen wir Resilienz?

Resilienz entwickelt sich mehr denn je zu einer Meta-Kompetenz. Unsere Gesellschaft verändert sich rasant. Die Bedingungen des beruflichen Alltags werden in der heutigen Zeit häufig als VUCA-Welt bezeichnet. Das Akronym VUCA steht für folgende vier Faktoren: 

Diese vier Aspekte lösen bei den meisten Menschen viel Stress aus. Je größer das Stresspotenzial in der Gesellschaft ist, desto wichtiger ist die Kompetenz Resilienz. Ella Gabriele Amann und Martin Ciesielski haben als Gegenpart zur VUCA-Welt die SSEE-Welt (ausgesprochen wie das englische „see“) entwickelt. Dieses Akronym steht für:

Resilienten Menschen gelingt es, den Fokus nicht nur auf das zu richten, was im Alltag als VUCA bezeichnet werden kann, sondern sich auch auf das zu konzentrieren, was „SSEE“ ist. Das bewirkt einen dynamischen Umgang mit Anspannung und Entspannung und führt mittel- und langfristig zu einer stabilen persönlichen Balance. Resilienz bedeutet nicht ausschließlich Entspannung, es ist auch die Kompetenz sinnvoll in die Anspannung gehen zu können, jedoch immer mit dem Anspruch, nicht nur zu lamentieren und sondern konstruktiv nach Ideen zu suchen, um Herausforderungen für sich zu lösen. 

Resilienz ist nicht nur für einzelne Individuen wichtig, sondern auch für Unternehmen und andere Gruppierungen. Psychische Gefährdungsbeurteilungen können Unternehmen darin unterstützen, resilienter zu werden. Mit einer solchen Analyse werden Stressfaktoren bei der Arbeit identifiziert und reduziert. Dies wiederum wirkt sich auf geringere Fehlzeiten bei Mitarbeitern und einer höheren Loyalität von Mitarbeitern zu ihrem Arbeitgeber aus.

7 Tipps für eine nachhaltige Verbesserung der eigenen Resilienz

Die Resilienzforschung gibt dabei einige praktische Empfehlungen: