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Ralf Tscherpel

Keynote Speaker und Coach für Stressmanagement


Ralf Tscherpel ist Spezialist für Stressmanagement und Burnoutprävention. Der ehemalige Globetrotter, Bundeswehrpilot, Manager mittelständischer Unternehmen und Wissenschaftler Ralf Tscherpel hat hierzu zusammen mit Dr. Thomas Fritz sein eigenes interdisziplinäres Stressmanagement-Konzept entwickelt (AHEPEE® - Achtsames Handeln im Einklang mit der eigenen Persönlichkeit). Er verhindert nicht nur einen drohenden Burnout, sondern entfacht das innere Feuer und motiviert Menschen zu Spitzenleistungen.


Ausführlicher Werdegang


Ralf Tscherpel wurde am 17. Januar 1970 in Giengen an der Brenz, einer kleinen beschaulichen Stadt auf der Schwäbischen Alb, geboren. Er wuchs in bescheidenen Verhältnissen als einziges Kind seiner Eltern auf. Zu seinem sozialen Gefüge gehörten auch seine Großeltern. Er verbrachte als Kind viel Zeit im großelterlichen Haus und genoss die Herzenswärme seiner Großmutter sehr. Zu seinem Großvater hatte er eine besondere innige Beziehung, die auf geistiger Nähe und Verständnis basierte. Daher traf ihn der frühe, überraschende Tod seiner Großmutter sehr und konfrontierte ihn mit Urängsten wie Verlassenheit, Kontrollverlust und vor allem der Angst vor dem Tod. Er entwickelte Angstzustände und litt unter nächtlichen Panikattacken, in denen er befürchtete, sterben zu müssen. Seine Eltern standen den Ängsten ihres damals 15-jährigen Sohnes hilflos gegenüber. Dies führte ihn zur Erkenntnis, dass nur er selbst sich helfen konnte. Daher begann er sich mit philosophischen Fragen auseinanderzusetzen und kam somit auch in einen ersten Kontakt mit fernöstlichen Philosophien, die ihn sein Leben lang begleiten sollten.

Als Jugendlicher begab er sich auf Sinnsuche und stellte sich dabei besonderen Herausforderungen. So führte er mit 18 Jahren ohne finanzielle Mittel eine Alpenüberquerung mit seinem alten Dreigangfahrrad nach Italien durch. Diese Reise allein war dann nur der Beginn vieler Selbsterfahrungstrips, in denen er sich ohne große finanzielle Mittel den Herausforderungen des Lebens stellte. Während seiner Vorbereitungen auf das Abitur verstarb sein Großvater plötzlich, mit dem er noch kurz zuvor die Alpenüberquerung geplant hatte. Diese Erfahrungen verstärkten das Bedürfnis nach Sinnsuche und führten zu dem Drang, die eigenen Grenzen durch Extremsituationen auszuloten.

So begab er sich nach dem Abitur mit 19 Jahren auf eine Reise nach Indien, der Heimat fernöstlicher Philosophien. Er hatte dabei nur wenig bis kaum Geld zur Verfügung. Ralf Tscherpel legte schon früh großen Wert auf Unabhängigkeit und verzichtete bereits vor Beendigung der Schule auf das elterliche Taschengeld. Er finanzierte sich und damit auch die Indienreise fortan über diverse Nebenjobs. In Indien war er viele Wochen als Rucksackreisender allein unterwegs und durchwanderte dabei Teile des Himalaja-Gebirges, um entlegene Klöster zu erreichen und erste Meditationserfahrungen zu sammeln. Obwohl er zu dieser Zeit unter Gallenkoliken litt, hielt ihn das von dieser Reise nicht ab. Auf einer solchen Wanderung auf einem schmalen Gebirgspfad in mehreren tausend Metern Höhe wurde er einmal von einem Steinschlag überrascht, dem er nur knapp entrinnen konnte. Derartige lebensgefährliche Situationen musste er mehrmals in der Einsamkeit des Himalaja bewältigen und sie ließen ihn umso mehr mit der Frage nach dem Sinn zurück.

Nach dem Abitur bewarb sich Ralf Tscherpel erfolgreich als Kampfpilot bei der Bundeswehr. Auch hierbei reizte ihn die Herausforderung dieser Eliteeinheit, um seine persönlichen Belastungsgrenzen auszuloten. Während der Zeit als Soldat änderten sich jedoch die politischen Bedingungen, so dass Freund und Feind für ihn bald nicht mehr klar definiert waren. Nach der Offiziersausbildung und einer anschließenden zweijährigen Pilotenausbildung beschloss er, aus der Bundeswehr auszutreten.

Er begann das durch einen Eignungstest zulassungsbeschränkte und begehrte Studium der Diplom-Sportökonomie, einer Kombination aus Sport- und Betriebswirtschaft, an der Universität Bayreuth. Da Ralf Tscherpel bereits seit früher Kindheit sportbegeistert war, erschien ihm das als ideale Lösung, mit seiner Leidenschaft später auch Geld zu verdienen. Auch während der Studienzeit lebte er den Drang, sich bis an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit und darüber hinaus zu belasten, aus. Er bestand sein Vordiplom bereits nach drei Semestern und ging danach für ein Auslandssemester in die USA nach San Francisco. Im Anschluss reiste er wiederum als Rucksacktourist durch Mexiko in entlegene und gefährliche Gebiete des Landes.

Er beendete dieses Studium mit Prädikatsexamen als einer der Besten in seinem Jahrgang, obwohl er sich auch hier den Lebensunterhalt größtenteils selbst verdiente und teilweise drei Nebenjobs parallel zum Studium bewältigte. Durch das Missachten der eigenen Belastungsgrenzen und die damit verbundene Vernachlässigung von Bedürfnissen, erfuhr er die Auswirkungen von Stress am eigenen Leib. Er bekam Schlafstörungen und die Panikattacken kündigten sich wieder an. Das war der Moment, in dem er sich das erste Mal für das Thema Gesundheit verstärkt interessierte. Das führte schließlich zur Durchführung einer weiteren Ausbildung im Bereich Gesundheitsmanagement. Die Motivation, sich selbst und seine Welt besser zu verstehen, äußerten sich auch während des Studiums in einem starken Interesse an fernöstlichen Philosophien, indem er Tai Ji Quan bei dem chinesischen Großmeister Gangian Si lernte und seine Diplomarbeit ebenfalls über Tai Ji Quan verfasste.

Nach dem Studium arbeitete Ralf Tscherpel mehrere Jahre in Führungspositionen mittelständischer Unternehmen und sammelte dabei umfangreiche Managementerfahrung. Die Führung von Mitarbeitern und das Optimieren interner Geschäftsprozesse begeisterten ihn dabei am meisten. Er nutzte jedoch bald die Gelegenheit, eine Promotion unter Prof. Dr. D. Kurz an der Universität Bielefeld zu beginnen. Er engagierte sich in der Lehre und unterrichtete Studenten in den Bereichen Management, Gesundheitspädagogik / -psychologie und fernöstliche Kampfkünste. Außerdem organisierte er als einer der ersten Wissenschaftler in Deutschland die Studienreform zur Umstellung auf das Bachelor/Master-System. Er versuchte zwei Vollzeitjobs zugleich zu meistern und beachtete auch hier selten seine Belastungsgrenzen und eigenen Bedürfnisse. 14 Stunden tägliche Arbeit waren keine Seltenheit. Sein Leben schien einen klaren Verlauf als Wissenschaftler und Dozent an der Universität zu nehmen.

Doch dann stimmte das Leben eine ungeahnte Melodie an...

Er wurde Vater einer kleinen Tochter. Dieses Glück wurde jedoch durch Koliken getrübt, die dazu führten, dass sein Baby täglich ca. 10 Stunden vor Schmerzen schrie. Die Belastung, die Promotion abzuschließen, gleichzeitig seine Familie über die Stelle an der Uni zu finanzieren und das weinende Kind stellten bald eine Zerreißprobe für ihn dar, die ihn seine Grenzen deutlich machten. Die Panikattacken begannen ihn nachts wieder zu quälen. Das Gefühl des Kontrollverlustes und die Angst, den Anforderungen seiner Familie gegenüber nicht gerecht werden zu können, belasteten ihn dabei extrem. In dieser Situation kam er seinem heutigen Geschäftspartner Thomas Fritz näher, der selbst gerade den plötzlichen Tod seiner langjährigen Lebensgefährtin verarbeitete.

Über den Austausch fernöstlicher Philosophien, mit denen er Thomas unterstützte, kam die Idee, ein innovatives Konzept zur Stressbewältigung zu erarbeiten. Unzufrieden mit den landläufigen Methoden recherchierten beide nach geeigneten wissenschaftlichen Verfahren, um ein nachhaltiges Konzept zur Stressbewältigung und zum Resilienztraining zu entwickeln. Daraus entstand ein interdisziplinäres Konzept (AHEPEE® - Achtsames Handeln im Einklang mit der eigenen Persönlichkeit), welches fernöstliches Erfahrungswissen mit neuesten wissenschaftlichen Methoden miteinander verbindet. Um dieses Konzept aus der Theorie in die Praxis zu überführen, wurde das gemeinsame Unternehmen BaLiOGO gegründet.

„Es entstand ein ganz neues Selbstwertgefühl. Aus dem Gefühl, dass alle Erfahrungen der Vergangenheit nun in einer klaren Vision mündeten. Aus der Erkenntnis, dass nur durch diese letzte Überschreitung meiner Grenzen neue Erkenntnisse über mein Ich, meine Bedürfnisse und eine achtsame Geisteshaltung möglich waren.“  Ralf Tscherpel

Heute wohnt Ralf Tscherpel mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in seiner Wahlheimat Schwäbisch Hall und leitet als geschäftsführender Gesellschafter, Keynote Speaker und Business Coach die Geschäftsstelle Süd von BaLiOGO. Er kennt und akzeptiert nun seine Grenzen und ist sich seiner eigenen Bedürfnisse bewusst und weiß um die Bedeutung und Schwierigkeiten, eigene Bedürfnisse im Alltag wahrzunehmen und zu leben. Er weiß auch um die Kraft, die entsteht, wenn das Leben an den eigenen Bedürfnissen ausgerichtet und von Achsamkeit begleitet ist.

Ralf Tscherpel ist als Keynote-Speaker und Experte für Stressmanagement und Resilienztraining für deutschlandweit unterwegs. Er bewegt Menschen zu den Themen Stress & Burnout, Resilienz, Bedürfniskompetenz und achtsame Geisteshaltung in der modernen Wissensgesellschaft.